Projects

Was ist mit der Lucky Lodge – was haben wir 2018 erreicht

 

Nachdem wir seit Anfang September von unserer Rallye zurückkamen, haben wir noch ein wenig an der Lucky Lodge geschafft, genauer gesagt am Carport gebaut, dem Prototypen für unsere Holzkonstruktion. Nun, er ist zwar immer noch nicht fertig - aber man kann die Bauweise zumindest erkennen. So soll die ganze Lucky Lodge einmal aufgebaut sein und ein einheitliches harmonisches Bild abgeben. Die Dachbegrünung werden wir zwar nicht mehr in diesem Jahr hinbekommen aber dennoch wird man das Grün im nächsten Jahr sehen. 

Also was haben wir in diesem Jahr geschafft - nur einen Carport gebaut, oje - das haben wir uns oft gedacht.

Doch halt - So wenig ist es dann doch nicht, wenn wir uns daran erinnern, dass wir nur zu zweit sind, nur mit den Händen, ohne größere Geräte das ganze geschaffen haben. 

Das Jahr ist noch nicht um und die Vorbereitungen sind da in diesem Jahr noch viel fertig zu bekommen. Andererseits haben wir ja auch erst im März so richtig mit dem Bau begonnen.

Wie war die Situation damals:

Wir hatten gerade mal unseren geschenkten Dachstuhl abgebaut, nach Hause gebracht und einigermaßen auf dem Grundstück verstaut. Das war schon eine Menge Arbeit. Zudem hatten wir 4000 Ziegelsteine gesäubert und aufgestapelt. Die werden wir für Vormauerungen  vor den Betonwänden verbauen. Dann haben wir den Schuppen abgerissen, unser Winterdach gebaut und auch noch die alten Bodenplatten herausgerissen und entsorgt. Alles von Hand - nur die Container wurden gebracht und abgeholt. 

 

Dieses Schätzchen aus der Garage haben wir auch noch befreit. Es war das Auto der Familie Pfanzelt bis in die letzten Tage der 70er. Danach wurde es in die Garage verbannt. Jetzt wollen wir Ihn wiederbeleben und haben ihn zu unserer Werkstatt des Vertrauens gebracht. Eine neue Baustelle über die nächste Zeit.

Endlich machten wir uns daran die Fundamente für unseren Prototypen zu erstellen. Aufgrund der besonderen Holzbauweise einigten wir uns darauf nicht gleich mit dem Haus anzufangen, sondern erstmal eine "Garage" zu bauen.

Und wieder natürlich alles von Hand ausgraben...wie immer. Wir waren leicht gestresst aber glücklich als die Fundamente im Erdreich verschwanden.

Zwischendrin haben wir zur Abwechslung mal wieder Wege im Garten gebaut.

Unseren Weinberg wollten wir ja auch haben - also mehr ich als Mylove 😉

   

Dann hieß es erneut "umräumen" und umstapeln, wie schon so oft, und "wieder mal von Hand" (ich werde das in Zukunft nicht mehr erwähnen 🙂 ). Ich sag nur Wonderwoman, wie Love das alles schafft. Endlich konnten wir mit unseren neuen und alten Holzwerkzeugen ans Werk gehen... was soll ich sagen, wir hatten uns des öfteren Vermessen und Verrechnet und mussten einiges aussortieren bis wir die ca. 400 Teile des Carports zusammen hatten.

Wir und Nachbars Tiere fühlten sich bei uns wohl. Sogar eine zahme Elster besuchte uns oft. Die häufigste Frisur von Love war Haare aus dem Gesicht. Es war Anfang Mai, alles war gut und wir wollten endlich unsere Konstruktion aufstellen.

Doch dann der Schock:

  

Der Holzwurm war nicht tot. Ob es nun der Bock, der Wurm, nur ein Fressfeind, oder gar Fliegen in den Gängen waren, war uns egal - das Risiko war zu groß, nachher ewig damit zu tun zu haben. Also bauten wir uns eine Wärmebehandlungskammer um gemäß Schädlingsbekämpfung in der Sanierung das Holz zu behandeln.

 

In unserem Neubau benutzen wir ja sowenig Erdölprodukte wie möglich, aber unsere Kammer dämmten wir mit Perimeterdämmung weil diese bis 75°C beständig ist. Zur Denaturierung des Eiweises benötigten wir gegen die schlimmsten Holzfresser 55°C über alle Bereiche bis in den Kern des Holzes für mindestens 60min. Logisch ließen wir es zur Sicherheit über Nacht drin. Ein teurer Erhitzer welcher sogar zur Schädlingsbekämpfung auf Offshore Plattformen zugelassen ist stellte sicher, dass uns nichts abfackelt oder wegdetoniert. Bei den ersten Tests haben wir noch fleissig Wache gehalten, aber 6 Thermometer in der Kammer stellen sicher dass die Temperatur überall erreicht wird und auch nirgends kokelnd heiß wird. Auch der Stromverbrauch hält sich in Grenzen.

Wir kamen voran, hatten aber immer wieder bei den Unterbrechungen (sprich den normalen Arbeitstagen) das ganze wetterfest zu machen. Das windsichere Zudecken ist nicht zu unterschätzen.

Dann wollten wir noch Papabaum (Wallnußbaum der Ältere) retten. Er hatte sich leider einen Pilz in einer alten Wunde eingefangen und da unser Freund Wiesel (siehe Kletterevent) ein Baumkundiger ist, konnte er uns eine Spezialdüngung mischen um die Wurzeln mit einer Lanze  zu behandeln. Love hatte ca. 300l natürlichen Dünger auf ca 30m² oder mehr mit der Lanze 20cm oder tiefer in den Boden eingebracht. Das war eine mörderische Arbeit - aber es tat Papabaum gut und wir hoffen er bleibt uns noch lange erhalten.

Ach ja, das Kletterevent war natürlich auch 🙂

Mittlerweile war es August und was stand da an - richtig, unsere Teilnahme an der SAC Balkan Rallye. Leider war die Elektrik um die Rücklichter bei Landi so richtig fratze - also wollten wir die Einbauten herausnehmen um unserer Werkstatt Bauer ein besseres Arbeiten zu ermöglichen.

 

Landi, Zelti und Küche wollten am 26.08.18 auf Reisen gehen und wir hatten noch nichts wieder eingebaut. Also sägten, malten und schraubten wir am letzen Tag vor Abfahrt. Dann packten wir und kamen "pünktlich" um 2 nachts in Dresden an. Wir dachten wir wären die letzten, doch ging es einigen so - manche mussten noch in der Nacht kaputte Motoren reparieren. Das steht aber im Artikel über die Rallye. Unser Einbau war jedenfalls nicht etwa akkurat geradlinig aber sehr praktisch und klasse komfortabel über die ganze Fahrt.

Beinahe hätte ich vergessen zu erwähnen: Vor Abfahrt, quasi mitten im Ausbau von Landi, traf uns ein Wetterereignis mit Starkregen und Hagel. Unsere kleine Werkstatt/ Zimmerei war Land unter und wir hatten wieder mal umzuräumen und hochzustellen.

Unsere Wieder-mal-folienabdeckung des Carports hielt jedoch dem Weltuntergang stand, Carport blieb trocken. Es war der beste Test für unsere Abwesenheit.

Nach der Rückkehr haben wir neues Holz  (noch mehr Holz) und noch mehr Dachplatten bekommen. Damit können wir unsere doppelte Deckung für das Gründach machen.

Die Platten nehmen wir in der Zwischenzeit für die Wetterschutzkonstruktion des gelieferten Holzes her.

Mittlerweile sind wir ganz schön eingeigelt.

Damit können wir im Winter so richtig schön muckeln.

Manchmal haben wir auch Besuch, so wie hier Love's Bruder Jan, der selbstredend gleich mitgeholfen hat. Auch das Foliendach hätte den Sturm nicht überstanden wenn Love's Paps nicht mitgeschraubt hätte. Vielen Dank an Alle.

Es ist nicht nur ein Carport, sondern ein Stück eines großen Ganzen dem wir haben uns verschrieben haben - Wenn man genau hinsieht kann man schon erkennen wohin es führt und was wir erreichen wollen.

Stein auf Stein, auch wenn wir es immer noch den langen Weg nennen 🙂

Hier die Fotos nochmal in größer in Lucky Pix

hier nochmal die Planung

http://luckybuzz.de/wp-content/uploads/2018/01/Eingabe_2.pdf

und hier nochmal die Firma, welche das Stroh liefern wird

www.sonnenklee.at

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Zur Werkzeugleiste springen